Kategorien Archive: Immobilien

Mietpreisspanne in Nürnberg wird größer: St. Peter am teuersten, Katzwang am günstigsten

Von   24. Februar 2016

Nürnberg – Nicht die Innenstadt, nicht Erlenstegen und auch nicht Thon – St. Peter hat die höchsten Mieten in Nürnberg. Mit Quadratmeterpreisen von 10,50 Euro ist St. Peter nicht nur der teuerste Stadtteil, sondern auch der mit dem stärksten Anstieg in den vergangenen 5 Jahren. In dem östlich der Innenstadt gelegenen Viertel erhöhten sich die Mieten seit 2010 um 54 Prozent. Zahlreiche Neubauten und sanierte Wohnungen sind ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung. Hinzu kommen viele kleine, hochpreisige, zum Teil möblierte, 1-Zimmer-Apartments, die 2015 neu auf dem Markt gekommen sind. Die Nähe zum Zentrum und den Hochschulen macht St. Peter besonders für Studenten attraktiv. Der Mittelwert für das gesamte Stadtgebiet ist mit 8,70 Euro deutlich niedriger, mit 26 Prozent sind die Mieten insgesamt auch nur halb so stark gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktanalyse von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale. Untersucht wurden die mittleren Angebotsmieten (Nettokaltmieten) bei Neuvermietung für 25.300 Wohnungen in den Nürnberger Stadtteilen.

Preisspanne wird größer

Die Mieten in Nürnberg werden aber nicht nur teurer, sondern die Spanne zwischen günstigstem und teuerstem Stadtteil wird immer größer. 2010 bewegten sich die Mieten noch zwischen 6,40 Euro pro Quadratmeter in Gibitzenhof und 7,60 Euro in Erlenstegen (Differenz: 1,20 Euro). Aktuell fangen die Preise bei 7,60 Euro in Katzwang an und gehen bis 10,50 Euro in St. Peter (Differenz: 2,90 Euro).

Hohe Anstiege im Norden

Neben St. Peter sind die Mieten besonders in den nördlichen Stadtgebieten gestiegen: In Thon (+38 Prozent), Schniegling und Schoppershof (jeweils +35 Prozent) müssen Mieter deutlich mehr zahlen als 2010. Thon zählt zu den beliebtesten, aber auch teuersten Stadtteilen. Viele hochpreise und neuwertige Immobilien, die auf den Markt kamen, ließen die Preise kontinuierlich steigen. Aktuell kostet der Quadratmeter 9,90 Euro. Ähnlich sieht es in Schniegling (9,20 Euro) und Schoppershof (9,30 Euro) aus: Auch hier befinden sich neben den Neubauwohnungen zahlreiche möblierte Apartments auf dem Markt.

Je südlicher, desto günstiger

Während im Norden der Stadt die höchsten Mieten verlangt werden, liegen die südlichen Stadtteile größtenteils unter dem Mittelwert für ganz Nürnberg. Generell gilt: Je weiter sich Mieter an den südlichen Stadtrand bewegen, desto preiswerter sind die Wohnungen. Die niedrigsten Mieten gibt es in Katzwang (7,60 Euro) und Fischbach (7,90 Euro). Reichelsdorf und Worzeldorf (jeweils 8,00 Euro) liegen nur knapp darüber.

Szeneviertel Gostenhof: plus 37 Prozent

Zentrale Lage, Bars und Gaststätten, gut erhaltene Altbauten und kulturelle Vielfalt – Gostenhof hat sich in den letzten Jahren immer mehr zum Szeneviertel Nürnbergs gewandelt. Die Mieten von 8,90 Euro liegen trotz einem Anstieg von 37 Prozent allerdings nur minimal über denen der gesamten Stadt (8,70 Euro). Im Vergleich zur nahegelegenen Innenstadt (9,60 Euro) ist Gostenhof deutlich günstiger.

Zentrumsnahe Alternativen

Mieter, die auf der Suche nach günstigeren, aber dennoch zentralen Wohnungen sind, sollten sich in Steinbühl umsehen. Der Stadtteil grenzt im Süden an in die Innenstadt und hat – ähnlich wie Gostenhof – eine hohe Dichte an Kneipen sowie internationales Flair. Die Mieten von 8,00 Euro pro Quadratmeter liegen aber nochmal deutlich darunter.

Weitere preiswerte Alternativen zur Innenstadt sind St. Leonhard, Röthenbach (jeweils 8,20 Euro), Muggenhof und Eibach (jeweils 8,30 Euro). Per Auto oder U-Bahn sind Hauptmarkt oder Lorenzkirche innerhalb von 15 Minuten zu erreichen.

Berechnungsgrundlage

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in Nürnberg waren 25.300 auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Mietpreise sind Nettokaltmieten bei Neuvermietung. Es handelt sich um Angebots-, keine Abschlusspreise. Die Preise geben jeweils den Median der in 2010 und 2015 angebotenen Wohnungen wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.



Bauen.de knackt die halbe Million: Multimediale Inhalte und Responsive Design sorgen für Reichweiten-Rekord

Von   23. Februar 2016

Nürnberg – Meilenstein für bauen.de: 520.000 Visits verzeichnet das Fachportal für Bauen, Modernisieren, Renovieren und Einrichten im Januar – und damit 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bauen.de gehört seit 2007 zur Immowelt AG, die mit immowelt.de eines der führenden Immobilienportale Deutschlands betreibt.

Das Portal für Bauherren, Eigenheimbesitzer und Heimwerker bietet Werbetreibenden den Kontakt zu einer attraktiven Zielgruppe. „Wer sich bei bauen.de informiert, ist häufig bereit, eine größere Summe zu investieren“, bestätigt Frank Bohnert, Leiter Business Development der Immowelt AG. „Das macht bauen.de zum idealen Umfeld für Kampagnen rund um die Themen Bauen, Renovieren und Modernisieren.“

Multimediale Inhalte für hohen Nutzwert

Umfangreiche Anleitungen und sorgfältig recherchierte Texte ziehen immer mehr User auf das Portal. Die Redaktion von bauen.de arbeitet kontinuierlich an der multimedialen Aufbereitung der Artikel: Bilder, Videos und Infografiken sorgen für ein abwechslungsreiches Layout und erhöhen den Nutzwert.

Themen wie „Do-it-yourself Zwischensparrendämmung“, „Wärmepumpen“ oder „Kleine Bäder gestalten“ animieren die User dazu, sich zu informieren und gezielt Angebote einzuholen. Damit ist bauen.de eine optimale Plattform für Unternehmen, die mit Ihren Hauskatalogen und Prospekten eine interessierte Zielgruppe erreichen wollen.

Flexible Darstellung für Smartphone und Tablet

Weitere Gründe für das Reichweitenwachstum sind die verbesserten Ladezeiten und das Responsive Design. Dieses sorgt für ein flexibles Layout und somit eine optimale Darstellung auf Desktop, Smartphone und Tablet. Zusätzlich erleichtert die kostenlose bauen.de-App die mobile Suche nach Fertighäusern, Massivhäusern und Traumgrundstücken.




Flächendeckendes, schnelles Internet nur in sieben Städten

Von   19. Februar 2016

Berlin – Die bundesweit geplante flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde fällt zurzeit noch regional sehr unterschiedlich aus. Zu den Städten mit der höchsten Breitbandversorgungsrate zählen Kiel, Bremerhaven, Bonn, Köln, Leverkusen, Darmstadt und Regensburg.

Das Ranking zeigt, dass nur in sieben Städten mehr als 95 Prozent der Haushalte einen Internetzugang mit hoher Datenübertragungsrate haben. Zugang zu Internet und vor allem schnellen Übertragungsraten sind heutzutage aber wichtige Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit und wirtschaftliches Wachstum einer Stadt. Darmstadt, das den ersten Platz beim Zukunftsindex des Städterankings belegt, verfügt unter allen deutschen Großstädten über die besten Voraussetzungen für den Start in die digitale und vernetzte Wirtschaft.

Breitbandversorgung (> 50 Mbit/s)
Stadt Breitbandversorgungsrate
Kiel                   > 95 Prozent
Bremerhaven  > 95 Prozent
Bonn                 > 95 Prozent
Köln                   > 95 Prozent
Leverkusen     > 95 Prozent
Darmstadt       > 95 Prozent
Regensburg     > 95 Prozent

Ende 2015 lag in acht von zehn Städten (81 Prozent) die Versorgung der Haushalte mit einem Hochleistungsanschluss zwischen 75 und 95 Prozent. Hierzu zählen beispielsweise München, Berlin, Hamburg aber auch Wolfsburg und Stuttgart dazu.

Am geringsten ist der Ausbau der Netzgeschwindigkeit in strukturschwachen Regionen ausgeprägt. Hier kommen 50 bis 75 Prozent der Haushalte in Städten wie Erfurt, Halle, Chemnitz oder Hamm nur auf mehr als 50 Megabit pro Sekunde während des „Surfens“.

Die WirtschaftsWoche führte das große Städteranking zum zwölften Mal durch, in diesem Jahr zum dritten Mal gemeinsam mit ImmobilienScout24. Für das Ranking wurden Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH beauftragt, alle 69 kreisfreien Großstädte in Deutschland zu untersuchen.

*Quelle: Breitbandatlas, Jahrgang 2015



ImmobilienScout24 launcht Service für die persönliche, einfache und schnelle Kommunikation

Von   17. Februar 2016

Berlin – Webangebote werfen von Zeit zu Zeit beim Nutzer und Kunden Fragen auf, die sie möglichst schnell und unkompliziert beantwortet haben möchten. Auf die aufkommenden Fragen antwortet ImmobilienScout24 nun mit einem neuen Tool – „Live-Agent-Chat“.

Über den neuen, innovativen Kommunikationsweg können die Nutzer und Kunden per Live-Chat mit dem Mitarbeiter des Supports von ImmobilienScout24 in Echtzeit in Kontakt treten und erhalten so die individuelle Beratung, die sie benötigen.

„Für unsere Nutzer und Kunden zählt nicht nur der günstigste Preis, sie wollen vor allem einen auf sie zugeschnittenen Service. Um dies zu erreichen, ist es wichtig Service neu zu denken. Mit dem Live-Agent-Chat bieten wir unseren Nutzern und Kunden ab sofort online einen persönlichen und einfachen Weg sofort mit uns in Kontakt treten zu können“, so Christoph Knoch, Teamleiter Customer Relationship Manager bei ImmobilienScout24. „Jede Frage, die wir gleich beantworten können, erhöht die Zufriedenheit.“

Der „Live-Agent-Chat“ bedeutet für die meisten Nutzer und Kunden auch weniger Aufwand als die Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail. Zusätzlich wurden die Servicezeiten des Supports bei ImmobilienScout24 verlängert. Die Mitarbeiter des Servicekanals sind nun von Montag bis Sonntag von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr für den Nutzer und Kunden erreichbar.

„Die hohe Beratungsqualität und Erreichbarkeit verbessert damit wesentlich die Kundenzufriedenheit und –bindung“, sagt Christoph Knoch.



Die große Barrierefreiheit – günstig finanziert

Von   16. Februar 2016
Foto: Lifta/BHW Bausparkasse

Foto: Lifta/BHW Bausparkasse

Bonn – So üppig wie heute waren die Fördermittel für barrierefreies Wohnen noch nie. Seit August gewährt die staatliche KfW ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 50.000 Euro für alle Maßnahmen, mit der Haus- und Wohnungsbesitzer ihr Zuhause bis ins hohe Alter alltagstauglich machen. Auf die Fördertöpfe des Programms 159 können Modernisierer zugreifen, die beispielsweise Grundrissänderungen vornehmen oder Türen verbreitern. Finanziert wird auch, wer Schwellen im Bad beseitigt.

Ohne Altersgrenze

„Die Darlehensvergabe ist nicht an Altersgrenzen gebunden“, erläutert Verena Wehage von der BHW Bausparkasse. „Barrierefrei zu planen macht auch für Familien frühzeitig Sinn.“ Das Darlehen von der KfW hat eine maximale Zinsbindung von zehn Jahren. Nach dessen Ablauf wird der Zins an die dann marktüblichen Konditionen angepasst. Aber wie hoch wird er sein? Verena Wehage empfiehlt, parallel einen Altersvorsorge-Bausparvertrag anzusparen. „Der Modernisierer kann von Anfang an die Wohnriester-Förderung nutzen und gewinnt zusätzlich hohe Zinssicherheit“, so die Expertin.

Gut geriestert

Der Wohnriester-Bausparvertrag wird so ausgelegt, dass der Immobilieneigentümer den KfW-Kredit nach zehn Jahren ablösen kann. Seine Restzahlungen leistet er zum vorher garantierten Darlehenszinssatz. Der Bausparer erhält schon in der Ansparphase die Wohnriester-Zulagen. Neuerdings können mit dem Programm „Altersgerecht umbauen“ sogar Baumaßnahmen finanziert werden, die dem Einbruchschutz dienen. Eine Kombination mit Wohnriester ist hier allerdings nicht möglich.



Malte Andes verstärkt Vorstand der HanseMerkur Grundvermögen AG

Von   16. Februar 2016

Hamburg – Der Aufsichtsrat der HanseMerkur Grundvermögen AG hat Malte Andes mit Wirkung vom 1. Januar 2016 zum Vorstand des Unternehmens bestellt. Gleichzeitig hat der Vorstand Herrn Ulrich Haeselbarth die Leitung des Bereichs Investment übertragen.

Malte Andes (41) wird insbesondere die Ressorts Portfolio-/Fondsmanagement, Konzeption/Finanzierung, Rechnungswesen, Organisation und Risikomanagement verantworten. Durch die Ergänzung der Vorstandsriege, der bislang Raik Mildner (Vorsitzender) und Lutz Wiemer angehörten, will sich das Unternehmen personell und organisatorisch auf das erwartete, weitere Wachstum einstellen.

Ebenfalls zum 1. Januar 2016 wurde Ulrich Haeselbarth (39) die Leitung des Bereichs Investment übertragen. Malte Andes und Ulrich Haeselbarth, beide seit Gründung der HanseMerkur Grundvermögen AG im Unternehmen, arbeiten seit vielen Jahren mit Lutz Wiemer zusammen; zuvor gemeinsam beim Fondsinitiator Hamburg Trust.

Malte Andes (Foto: Hans Merkur)

Malte Andes (Foto: Hans Merkur)

Ulrich Haeselbarth

Ulrich Haeselbarth (Foto: Hanse Merkur)



Kommerzielles Immobiliengeschäft der HypoVereinsbank mit starkem Jahresergebnis 2015

Von   15. Februar 2016

München – Das kommerzielle Immobiliengeschäft der HypoVereinsbank (HVB) konnte die positive Entwicklung aus 2014 auch im abgelaufenen Jahr 2015 weiter fortsetzen. Das Neugeschäft (ohne Prolongation) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 41% auf 5,8 Mrd €, rund 1 Mrd € entfällt davon auf kurzfristige Brückenfinanzierungen. Der größte Teil des Neugeschäfts stammt aus den Asset-Klassen Wohnen (46%) und Büro (20%), gefolgt von Einzelhandel und gemischt genutzten Objekten. Profitiert hat das Immobiliengeschäft vor allem von der weiterhin stabilen Wirtschaftslage in Deutschland sowie den anhaltend niedrigen Kapitalkosten.

Kapitalmarktzugang für Kunden wird wichtiger
„Wir sind mit dem Jahresergebnis 2015 durchaus zufrieden. Vor allem unsere Aufstellung als Universalbank ermöglicht es uns, unsere Kunden auch bei Kapitalmarktaktivitäten zu unterstützen und uns nicht nur auf klassische Finanzierungsmöglichkeiten zu beschränken. Es gibt in Deutschland nicht viele Banken, die so breit aufgestellt sind“, erläutert Maria-Teresa Dreo, Leiterin des Bereichs Real Estate der HypoVereinsbank.

Im Jahr 2015 begleitete die HypoVereinsbank im Bereich Real Estate Anleiheemissionen in Höhe von rund 5 Mrd € und ist damit eine der führenden Banken im Bereich Debt Capital Markets. Durch die strategische Kooperation mit Kepler Cheuvreux bietet die HVB zudem eine breite institutionelle Plattform mit dem Zugang zu mehr als 1.000 Investoren und der Equity Research Coverage von über 600 Unternehmen.

Positiver Ausblick
„Dem Jahr 2016 sehen wir optimistisch entgegen. Die fundamentalen Daten am deutschen Immobilienmarkt sind weiterhin positiv und unsere Deal Pipeline ist gut gefüllt. Zudem fördert das anhaltend niedrige Zinsniveau die Nachfrage der Investoren nach langfristiger Zinsabsicherung“, ergänzt Maria-Teresa Dreo. „Wachsen wollen wir vor allem durch eine fokussierte Marktdurchdringung in den Ballungsräumen in Nord- und Westdeutschland sowie durch den Ausbau unserer Aktivitäten im Logistik-Bereich. Dabei achten wir allerdings sehr auf Profitabilität, Risikogehalt und langfristige Stabilität unseres Portfolios. Ein Wachstum um jeden Preis streben wir nicht an.“



Der Osten im Aufwind: Wohnungspreise in Dresden, Potsdam und Rostock legen bis zu 50 Prozent zu

Von   11. Februar 2016

Nürnberg – In den großen regionalen Ballungszentren Ostdeutschlands sind die Kaufpreise für Wohnungen seit 2010 kräftig gestiegen. Vor allem in wachsenden und wirtschaftlich prosperierenden Städten wie Dresden (+49 Prozent), Potsdam (+38 Prozent) oder Rostock (+41 Prozent) haben sich Eigentumswohnungen deutlich verteuert. Das zeigt der Kaufpreis-Check Ostdeutschland von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale. Die Studie ermittelt die Kaufpreise für Eigentumswohnungen von 22 ostdeutschen Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern. Verglichen wurden die Preise von 2010 mit denen aus 2015. Insgesamt stiegen in 15 der 22 untersuchten Städte die Kaufpreise seit 2010 stärker als die Inflation im selben Zeitraum (+6,9 Prozent).

Berlin und Dresden: die stärksten Preisanstiege

Den größten Boom am ostdeutschen Wohnungsmarkt hat – kaum überraschend – Berlin erlebt (3.171 Euro, +88 Prozent). Die Wohnungspreise in der Hauptstadt sind seit 2010 regelrecht explodiert. Die Anziehungs- und Strahlkraft Berlins ist enorm, die Bevölkerung wächst durch Zuzug – allein zwischen 2011 und 2014 waren es 4,3 Prozent Einwohner mehr. Und auch wirtschaftlich geht es in vielerlei Hinsicht aufwärts. Berlin ist gefragt bei Wohnungskäufern aus dem In- und Ausland, und für die Kaufkräftigen unter ihnen werden in den angesagten Lagen jede Menge hochwertige Eigentumswohnungen gebaut.

Den zweitstärksten Anstieg mit 49 Prozent verbucht Dresden, aktuell kostet hier der Quadratmeter 1.955 Euro. Dass die Preise in den letzten 5 Jahren so kräftig gestiegen sind, dürfte einerseits an ihrem niedrigen Ausgangsniveau liegen. Zum anderen führt der Zuzug in den letzten Jahren (+3,6 Prozent von 2011 auf 2014) zu einem erhöhten Bedarf an Wohnraum. Preistreibend wirkt außerdem, dass sich die Nachfrage auf bestimmte Lagen und Wohnungstypen konzentriert, sanierte Altbauten in der Innenstadt etwa oder Wohnungen mit Blick auf die Elbe. Nach vielen Jahren niedriger Bautätigkeit werden zudem wieder vermehrt neue Wohnungen gebaut – und zwar für moderne, gehobene Ansprüche. Auch das wirkt sich auf das Preisniveau der Wohnungsangebote aus.

Potsdam und Rostock: Auch teure Städte legen weiter zu

Bereits vor 5 Jahren gehörten Potsdam und Rostock zu den Top 3 der teuersten ostdeutschen Städte. Trotzdem müssen Wohnungskäufer dort heute noch einmal deutlich tiefer in die Tasche greifen. Potsdam (2.867 Euro, +38 Prozent) punktet neben seiner starken Wirtschaftsleistung, dem malerischen Stadtbild und dem hohen Freizeitwert durch seine Nähe zu Berlin.

Die Hansestadt Rostock (2.245 Euro, +41 Prozent) ist wichtiges Wirtschafts- und Verkehrszentrum und bietet Arbeit in verschiedenen Branchen. Wohnungskäufer lockt die Universitätsstadt mit einer attraktiven Innenstadt und der Ostsee vor der Haustüre. Auch in Stralsund (1.957 Euro, +33 Prozent), dem Tor zur Insel Rügen und wichtiger Standort der Tourismuswirtschaft, hat Wohnen direkt am Wasser seinen Preis.

Große Preissprünge in Cottbus und Neubrandenburg

Überraschender sind schon eher die Zahlen aus Neubrandenburg (1.413 Euro, +38 Prozent) und Cottbus (1.458 Euro, +36 Prozent). Beides sind keine klassischen Aufsteigerstädte, aber für ihr Umland fungieren sie als wichtige Oberzentren. Das 60.000 Einwohner starke Neubrandenburg etwa schneidet sowohl beim Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner als auch bei der Kaufkraft durchaus hoch ab. Die Kreisstadt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte verfügt über ein kompaktes Zentrum mit Entwicklungspotenzial. Der große Preisanstieg auf dem Cottbuser Wohnungsmarkt lässt sich allerdings auch darauf zurückführen, dass in Brandenburgs zweitgrößter Stadt gerade zwischen 2010 und 2012 eine große Anzahl an Neubauwohnungen auf den Markt kam, die den Quadratmeterpreis nach oben getrieben hat.

Erfurt und Weimar: Wohnungen rund 30 Prozent teurer

Etwas gemäßigter sind die Preissteigerungen in drei wichtigen Zentren der thüringischen Städtekette ausgefallen: in Erfurt (1.574 Euro, +29 Prozent), Weimar (1.568 Euro, +30 Prozent) und Jena (2.105 Euro, +15 Prozent). Letzteres gehört als wirtschaftlich wachsender High-Tech-Standort schon länger zu den teuren Pflastern Ostdeutschlands. Manchen Wohnungskäufer zieht es deshalb eher in das nahegelegene und noch deutlich günstigere Weimar. In puncto Bevölkerungszahlen verzeichnen alle drei Städte einen leichten Aufwärtstrend. Am stärksten war dieser noch in Erfurt mit 2,1 Prozent seit 2010. Die Landeshauptstadt erfreut sich einer sehr dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung. Von der für 2017 geplanten Fertigstellung der Anbindung an die ICE-Verbindung Berlin-München werden weitere Impulse erwartet.

Zwickau und Plauen: wo die Preise am niedrigsten sind

Moderate Wohnungspreise finden Käufer nach wie vor in Halle (1.053 Euro, +11 Prozent) und in Magdeburg (846 Euro, +20 Prozent). In beiden Städten fiel der Bevölkerungsrückgang nach 1990 besonders stark aus. Trotz zwischenzeitlich positiver Impulse und Wirtschaftserfolge erholen sich die Städte und ihre Wohnungsmärkte nur sehr langsam. Inzwischen steigt die Bevölkerungszahl wieder langsam an und die Kaufpreise verteuern sich.

Sinkende Wohnungspreise weist dagegen Chemnitz auf (700 Euro, -15 Prozent). Auch hier sind die Folgen der überdurchschnittlich starken Abwanderung nach 1990 bis heute spürbar. Noch stärker als in Chemnitz haben allerdings die Wohnungspreise seit 2010 in Zwickau (566 Euro, -16 Prozent) und in Plauen (404 Euro, -23 Prozent) nachgegeben. Rechnet man die Inflation von +6,9 Prozent im selben Zeitraum hinzu, wird der Wertverlust de facto noch größer.

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den 22 Städten waren 124.400 auf immowelt.de inserierte Angebote. Es handelt sich um Angebots-, keine Abschlusspreise. Die Preise geben jeweils den Median der in 2010 und 2015 angebotenen Wohnungen wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.




Wärmende Kunstobjekte

Von   9. Februar 2016
Foto: Kermi GmbH/BHW Bausparkasse

Foto: Kermi GmbH/BHW Bausparkasse

Bonn – In den meisten Altbauten sind Heizkörper unter dem Fenster platziert. Dass da viel Wärme vergeudet wird, ist bekannt. Schön anzusehen sind die Gliederheizkörper auch nicht. Ein Tausch spart laut dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie bis zu 15 Prozent Energie – aber anders als früher darf der Wärmespender heute auch gut aussehen. Neue Modelle passen sich in Form und Funktion der Raumarchitektur an. „Modernisierer wollen heute Heizkörper, die im Wohnbild einen Akzent setzen und dabei auch Energie sparen“, sagt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse. In Bad und Wohnraum präsentieren sich Modelle als Handtuchhalter, Raumteiler oder in eine Sitzbank integriert. Man erkennt die Wärmequelle oft erst auf den zweiten Blick. Wer es exklusiv will, hängt seine Jacke an einen Garderobenheizkörper und freut sich im Winter, den vorgewärmten Stoff überzustreifen. Als Elektroausführung sorgen die Geräte in der Übergangszeit und als Zusatzheizungen schnell für wohlige Wärme. Je nach Modell kosten sie zwischen 250 und mehr als 2.500 Euro.



Muss ich beim Umzug das Konto wechseln?

Von   3. Februar 2016
Foto: Postbank/Andres Rodriguez

Foto: Postbank/Andres Rodriguez

Bonn – Neue Stadt, neue Adresse, neue Telefonnummer: Wer umzieht, hat einige Formalitäten zu erledigen. Doch muss man auch die Bank wechseln? „Der Kunde sollte zunächst der Hausbank zeitnah die neue Adresse mitteilen. Bei einem überregionalen Kreditinstitut mit bundesweiten Filialen – wie zum Beispiel der Postbank – können Kunden ihr Konto wie gewohnt weiterführen, alle Services am Bankschalter nutzen und auch die IBAN bleibt die alte“, erklärt Katharina Freudenhammer von der Postbank. Kunden von regionalen Banken, wie Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, müssen hingegen zu einer Bank am neuen Wohnort wechseln. Bei Sparkassen können Kunden zwar bundesweit kostenfrei Bargeld am Automaten abheben, aber andere Services wie Einzahlungen oder Kontoauszügedrucken sind nur regional möglich.